Bei einem meiner langen Spaziergänge durch die wunderbare Stadt Amsterdam kam ich auch auf das Geländer der Diakonie ganz in der Nähe des Holocaust – Mahnmals. Ein schönes, ruhiges Gelände mit durchaus eindrucksvollen Bauten in einem schönen, parkähnlichen Gelände.
Hier gibt es eine ganze Reihe von Kunstwerken, eines hat mir aber besonders gut gefallen (und nicht nur, weil es aus dem von mir so geliebten Corten – Stahl geschaffen wurde): die „Sieben Werke der Barmherzigkeit„.
Symbolisch dargestellt sind hier die sog. sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit (Hungrige speisen, Durstige tränken, Nackte bekleiden, Fremde beherbergen, Kranke besuchen, Gefangene besuchen, Tote begraben) und erinnern damit in unmittelbarer Umgebung der Stätte, an denen den Toten des Rassenwahns in der NS – Zeit gedacht wird, daran, wie wichtig es ist, die minimalen Grundsätze der Menschlichkeit zu beachten. Leider etwas, was heute mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten scheint.
Daneben gibt es natürlich noch die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit und ich habe noch immer die Hoffnung, dass wir alles uns dieser so grundlegenden Regeln erinnern, gerade auch in einer Zeit, in der immer extremere Meinungen wieder hoffähig zu werden drohen.











